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Pressemitteilung

 Internationale Tagung zu molekularen Grundlagen des Hörens in Göttingen

15. Mai 2018

Das 11. „Molecular Biology of Hearing and Deafness“-Symposium findet vom 16. bis 19. Mai 2018 in Göttingen und damit erstmals in Deutschland statt: Internationale Experten tauschen sich über die Molekularbiologie des Hörens aus.

Hörstörungen sind das häufigste sensorische Defizit beim Menschen, mit stetig steigender Fallzahl: Derzeit gibt es rund 360 Millionen versorgungspflichtige Schwerhörige weltweit. Viele Formen von Hörstörungen haben genetische Ursachen und diese aufzuklären ist ein schnell wachsendes, hochaktuelles Forschungsfeld.

Rund 200 Biologen und Mediziner treffen sich bereits seit 1992 in zwei- bis dreijährigem Rhythmus zur „Molecular Biology of Hearing and Deafness“-Konferenz, die dieses Jahr erstmalig in Deutschland stattfindet. Sie wird am Mittwoch, 16. Mai 2018 durch Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der UMG und Forschungsgruppenleiter am MPI für biophysikalische Chemie, und Gregor Eichele, Direktor am MPI für biophysikalische Chemie, eröffnet. Veranstaltungsort ist das Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie in Göttingen, das gemeinsam mit dem Göttinger Sonderforschungsbereich SFB 889 „Zelluläre Mechanismen der sensorischen Verarbeitung“ der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) in Kooperation mit weiteren Forschungsverbünden diese Tagung ausrichtet.

<p><strong>Haarsinneszellen des Innenohres.</strong> Bild links: Das akustische Signal wird von den Haarsinneszellen (magenta) im Innenohr abgenommen und die Schallinformation über synaptische Kontakte an die Fortsätze von Nervenzellen (grün) zum Gehirn weitergeleitet. Bild rechts: Lage der sensorischen inneren Haarzellen (grün) in einem Querschnitt durch die Cochlea des Innenohres (rot). Schallsignale werden von den inneren Haarzellen in elektrische Impulse umgewandelt und über synaptische Verbindungen an die nachfolgenden Hörnervenfasern weitergeleitet. </p> Bild vergrößern

Haarsinneszellen des Innenohres. Bild links: Das akustische Signal wird von den Haarsinneszellen (magenta) im Innenohr abgenommen und die Schallinformation über synaptische Kontakte an die Fortsätze von Nervenzellen (grün) zum Gehirn weitergeleitet. Bild rechts: Lage der sensorischen inneren Haarzellen (grün) in einem Querschnitt durch die Cochlea des Innenohres (rot). Schallsignale werden von den inneren Haarzellen in elektrische Impulse umgewandelt und über synaptische Verbindungen an die nachfolgenden Hörnervenfasern weitergeleitet. 

Als Fortbildungsveranstaltung der Ärztekammer Niedersachsen bietet die Tagung außerdem interessierten Augen- oder Ohrenärzten Einblicke in den gegenwärtigen Stand der Forschung.

Schwerpunkt der Tagung wird sein: Welche Rolle spielen spezifische Gene beim Hören, bei Hörstörungen bei Kindern und der zunehmenden altersbegleitenden Schwerhörigkeit? Weiterhin werden potenzielle Strategien für die Gentherapie entwickelt und der Transfer von Grundlagenforschung in die klinische Anwendung vorbereitet. Neben Vorträgen ausgewiesener Experten auf dem Gebiet wird die Forschung jüngerer Wissenschaftler in einer großen Zahl von Kurzvorträgen und Postern präsentiert.

Die Tagung wird durch Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der UMG und der Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Gemeinsame Pressemitteilung
des MPI für biophysikalische Chemie und der UMG

 
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