Karl Friedrich Bonhoeffer

Gründung und Entwicklung

Gründung und Entwicklung

Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie am Göttinger Faßberg wurde auf Initiative von Manfred Eigen gegründet und 1971 offiziell eingeweiht. Seine Geschichte lässt sich jedoch weit länger zurückverfolgen. Sie reicht zurück bis zum einstigen Kaiser-Wilhelm-Institut für physikalische Chemie in Berlin, das 1949 von Karl Friedrich Bonhoeffer als Max-Planck-Institut für physikalische Chemie in Göttingen wieder aufgebaut wurde. Durch Zusammenlegung mit dem Göttinger Max-Planck-Institut für Spektroskopie ging daraus das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie hervor. Der Physikochemiker Karl Friedrich Bonhoeffer verfolgte bereits früh einen stark interdisziplinären Ansatz und wandte physikalisch-chemische Methoden auch auf biologische Fragestellungen an. Ein guter Grund, das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie nach ihm zu benennen.

Die Vision von Manfred Eigen war es, am neu gegründeten Institut komplexe Lebensvorgänge mit biologischen, chemischen und physikalischen Methoden zu erforschen. Eine Vision, die den Erfolg des Instituts maßgeblich mitbestimmt hat und die in den Abteilungen und Forschungsgruppen auch heute noch trägt.

Die Geschichte des Instituts ist auch mit zahlreichen Preisen für besondere wissenschaftliche Leistungen verbunden. Im Jahr 1967 erhielt Manfred Eigen (damals wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für physikalische Chemie) den Nobelpreis für Chemie für Untersuchungen extrem schneller chemischer Reaktionen. Erwin Neher und Bert Sakmann wurde 1991 der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Erforschung von Ionenkanälen in Membranen von Nervenzellen verliehen. 2014 ging der Nobelpreis für Chemie an Stefan Hell für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der hochauflösenden Fluoreszenzmikroskopie. Darüber hinaus wurden zahlreiche bedeutende Preise an Forscher des Instituts vergeben, darunter 13 Leibnizpreise, zwei Louis-Jeantet-Preise, zwei Ernst-Jung-Preise für Medizin und ein Kavli-Preis für Nanowissenschaften. Drei Direktoren wurden mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet, im Jahre 1999 Peter Gruss und Herbert Jäckle, im Jahre 2006 Stefan Hell.

 
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