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"Wie können schwarze Löcher Energie/Materie in Form von Plasma-Jets abstrahlen?"
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Wie ist es möglich, dass die schwarzen Löcher in den Zentren der Galaxienscheiben Energie/Materie in Form von Plasma-Jets abstrahlen? Meines Wissens nach haben schwarze Löcher doch einen Ereignishorizont, dem, nach Überschreitung desselbigen, nicht einmal mehr das Licht entkommen kann, da seine Fluchtgeschwindigkeit nicht hoch genug ist. Wie ist das für Plasma möglich?
(Berufliche Schulen Gelnhausen, Gelnhausen)
Bild: The jet originating from the center of M87 in this image comes from an active galactic nucleus that may contain a supermassive black hole. © Credit: Hubble Space Telescope/NASA/ESA (Wikimedia Commons, public domain)
Sie haben völlig Recht: Nach Überschreitung des Ereignishorizonts kann dem schwarzen Loch nichts mehr entkommen, nicht einmal Licht, und auch kein Plasma. Bevor es jedoch soweit ist, bleibt Materie, die (meist auf einer immer engeren Spiralbahn) in ein schwarzen Loch fällt, nicht ungeschoren. Weil immer weniger Platz zur Verfügung steht, wird alles, was in ein schwarzes Loch fällt, enorm komprimiert und dabei sehr stark erhitzt. Ein Teil des Drucks entlädt sich senkrecht zur Einfallsebene in Form der Plasma-Jets außerhalb des Ereignishorizonts.
Eine genauere Beschreibung findet sich z. B. unter:
http://www.einstein-online.info/de/vertiefung/Jets/index.html
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Zur Person:
Prof. Dr. Helmut Grubmüller promovierte in Theoretischer Physik an der Technischen Universität München. Nach Forschungsaufenthalten in Grenoble (Frankreich), Illinois (USA) und Zürich (Schweiz) wechselte er 1998 als Nachwuchsgruppenleiter an das MPI für biophysikalische Chemie. Seit 2003 ist er Max-Planck-Direktor und leitet am Institut die Abteilung "Theoretische und Computergestützte Biophysik".
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© 2012, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen |
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