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Sterile-Männchen-Methode
"Wie funktioniert die 'sterile-Männchen-Methode'?"

"Warum werden bei der 'Sterile-Männchen-Methode' nur die Männchen sterilisiert?"

Wie werden diese bei der Züchtung von den Weibchen getrennt (wenn überhaupt)?

(IKG Landsberg)





Bild: Wikimedia Commons, Public Domain


Sterile Insect Technology (Sterile-Insekten-Technik) ist eine Methode, um die Populationsdichte von Schadinsekten stark zu reduzieren, ohne in das Ökosystem einzugreifen (keine Insektizide).

Die Schadinsekten werden in großen Mengen im Labor gezüchtet und die Männchen so lange mit ionisierender Strahlung (Röntgenstrahlung) behandelt, dass sie sterilisiert, aber nicht getötet werden. Die sterilen Männchen werden dann im Zielgebiet freigelassen und konkurrieren mit den normalen fertilen Männchen um die Weibchen. Wird ein Weibchen von einem sterilen Männchen begattet, bekommt es keine Nachkommen.

Ist die Anzahl der sterilen Männchen sehr hoch, kann die Wildpopulation der Schadinsekten sehr stark dezimiert werden. Der Vorteil der Methode ist, dass sie nur gezielt Auswirkungen auf eine bestimmte Tierart hat.


Zur Person:
Friederike Isselhorst-Schuh studierte Biologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Ihre Diplomarbeit führte sie am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen durch. Im Anschluss arbeitete sie dort sowie am Institut für Genetik und Mikrobiologie der Universität München als wissenschaftliche Angestellte. Nach einer Tätigkeit als Pathobiologin im Labor für diagnostische Pathologie von Prof. Dr. med. Federico Occhionero in München ist Frau Isselhorst-Schuh derzeit als Dozentin für Entwicklungsbiologie am Göttinger XLAB tätig .

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© 2012, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen