Tierhaltung

Tierhaltung

Die Tierhaltung gehört zur wissenschaftlichen Infrastruktur an unserem Institut. Es werden vorwiegend transgene Mäuse für die biologische Grundlagenforschung erzeugt und gezüchtet. Außerdem werden Krallenfrösche, Ratten, Kaninchen und Alpakas gehalten. Darüber hinaus halten einige Gruppen Fliegen und Fadenwurm-Kulturen direkt in ihren Laboren. 

Die meisten der am Institut in Versuchen eingesetzten Tiere stammen aus eigener Zucht, einige kommen auch von spezialisierten, behördlich kontrollierten Züchtern. Ausgebildete, erfahrene Tierpfleger sorgen gemeinsam mit zwei Tierärztinnen für eine tierschutzgerechte Haltung, welche die vielfältigen Bedürfnisse der jeweiligen Versuchstiere berücksichtigt.

Mäuse werden in Kunststoff-Käfigen mit freiem Zugang zu Futter und Wasser gehalten und haben durch kleine Verstecke in Iglu-Form Rückzugsmöglichkeiten. Nestbaumaterial aus Pappe und getrockneten Pflanzenfasern trägt zur Thermoregulation bei und ermöglicht den Muttertieren eine optimale Brutpflege.

Ratten werden in geräumigen Käfigen mit erhöhtem Gitterdeckel gehalten, der den Tieren das arttypische Aufrichtverhalten ermöglicht. Röhren bieten den Tieren Versteckmöglichkeiten, Papiertücher sorgen für Beschäftigung und dienen als Nestbau-Material.

Kaninchen leben vorwiegend als Gruppe in Bodenhaltung auf Einstreu und Stroh. In jedem Raum sind ausreichend Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten vorhanden. Kleingruppen von bis zu vier Tieren werden bei Bedarf auch in geräumigen Käfigen gehalten, die durch das Entfernen von Trennwänden verbunden sind. Jedes Tier hat dadurch individuelle Rückzugsmöglichkeiten.

Afrikanische Krallenfrösche werden in einem Aquariensystem gehalten, in dem sie Versteckmöglichkeiten und künstliche Inseln nutzen können. Das Leitungswasser wird aufgesalzen, um dem Kalkgehalt und der osmotisch wirksamen Zusammensetzung in den heimischen afrikanischen Tümpeln annähernd zu entsprechen. Spezielle Bio-, UV- und Kohlefilter sorgen bei regelmäßigem Wasserwechsel für eine konstant gute Qualität des Wassers und reichern dieses mit Sauerstoff an.

Alpakas werden auf einem großen Freigelände als Stuten-Herde gehalten. Ganzjährig und ganztätig haben die Tiere freien Zugang zu Stall, Weideflächen, Sandkuhlen und Schotterbereichen. Am großzügigen, von einem Experten für Tiergartengestaltung angelegten Freigehege neben unserer Kindertagesstätte dürfen die Alpakas gern jederzeit ohne Anmeldung besucht werden.

Wenn Sie andere Einrichtungen der Tierhaltung besichtigen möchen, machen wir das gern möglich. Bitte wenden Sie sich für einen Termin mit die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Institut. 

Die hohen Qualitätsstandards in der Tierhaltung und bei tierexperimentellen Vorhaben am Institut werden von einer Tierschutzbeauftragten, eine erfahrene Fachtierärztin für Versuchstiere, ständig überwacht und mittels regelmäßiger Kontrollen durch das Veterinäramt bestätigt. Die Tierschutzbeauftragte berät die Wissenschaftler darüber hinaus bei der Planung und Durchführung der tierexperimentellen Forschungsvorhaben und trägt dafür Sorge, dass die Belastung für die Tiere stets so gering wie möglich gehalten wird. 


Weitere Informationen

Portal of the Max Planck Society about Animal Studies
Informationen zum Thema Tierversuche von der Max-Planck-Gesellschaft mehr
Tierversuche verstehen – Informationsinitiative der Wissenschaft
Tierversuche verstehen“ ist eine Initiative der deutschen Wissenschaft, koordiniert von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen. Sie informiert umfassend, aktuell und faktenbasiert über Tierversuche an öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen. mehr
Animal Experiments in Research – information by the German Research Foundation DFG
Informationsbroschüre der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum Thema Tierversuche (2016) mehr
AnimalResearch.Info – Understanding Animal Research
Diese Website der britischen Gruppe UAR bietet eine Fülle von Informationen über Tiere in der Forschung und die daraus resultierenden Fortschritte in Wissenschaft und Medizin. mehr
GV-Solas – Gesellschaft für Versuchstierkunde

GV-Solas setzt sich für den verantwortungsvollen Umgang mit Versuchstieren ein und versteht sich als Mittler zwischen Tierschutz und Forschung zum Wohl von Mensch und Tier. Sie ist kompetenter Gesprächspartner für den Gesetzgeber, Wissenschaftler und die Öffentlichkeit, wenn Fachwissen über Versuchstiere und deren Tierschutz gefordert ist. 

mehr
Basel Declaration
Ein Aufruf für mehr Vertrauen, Transparenz und Kommunikation in der Tierforschung. mehr

 

Zur Redakteursansicht