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Dynamik an Oberflächen

Das theoretische Verständnis der Oberflächenchemie wird eines Tages als Werkzeug dienen, um neue chemische Technologien zu entwickeln. Dazu zählen heterogene (Photo-)Katalysatoren, Photovoltaik-Technologien, Brennstoffzellen und vieles mehr. Um dieses Ziel zu erreichen, werden neue Ideen und Theorien zu molekularen Wechselwirkungen an Grenzflächen benötigt. Mit Lasern der Spitzentechnologie, Molekularstrahlen und Ultrahochvakuumtechnologien entwirft unsere Gruppe wohldefinierte Experimente, um Moleküle direkt bei der Reaktion einzufangen und zu beobachten. So wollen wir Eckdatenmessungen bereitstellen, die als Standards für die nächste Generation des theoretischen Fortschritts dienen. Besonders wollen wir die "Regeln" entdecken, die die Energieumwandlung an Grenzflächen steuern und lenken. Zwar sind die kleinen Schritte zu gering, um vom bloßen Auge wahrgenommen zu werden und zu schnell, um verfolgt zu werden – es sei denn mit den schnellsten gepulsten Lasern. Doch Energieumwandlung findet Molekül für Molekül und Zusammenstoß für Zusammenstoß statt. Indem wir diese einzelnen Energieübertragungsschritte isolieren und studieren, schlagen wir die gedankliche Brücke zwischen unserer makroskopischen Erfahrung von Energieumwandung und der Welt der Moleküle.

Auf unserer englischen Webseite finden Sie ausführliche Informationen über unsere Forschung.



Pressemitteilungen & Neues aus der Forschung

Chemischer Reaktionsmechanismus der Umwandlung von Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid geklärt
Katalysatoren in modernen Autos oder Industrieschornsteinen sorgen für sauberere Luft: Sie wandeln giftige Abgase in für Mensch und Umwelt unschädlichere Stoffe um. Ein internationales Team am MPI für biophysikalische Chemie und der Universität Göttingen hat nun aufgeklärt, was bei der Umwandlungsreaktion von toxischem Kohlenmonoxid zum weniger schädlichen Kohlendioxid im molekularen Detail passiert. Die Erkenntnisse können dabei helfen, bessere Katalysatoren zu entwickeln.
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<p>Göttinger Forscher klären auf, warum Wasserstoffatome an Metalle binden</p>
Die Göttinger Forscher um Oliver Bünermann und Alec Wodtke vom MPI für biophysikalische Chemie und der Universität Göttingen sind dem Ziel einen großen Schritt nähergekommen, chemische Reaktionen an Oberflächen im Detail zu verstehen. Ihre Ergebnisse könnten zukünftig dazu beitragen, katalytische Vorgänge wie die Abgasentgiftung weiter zu verbessern und neue katalytisch einsetzbare Stoffe zu identifizieren. mehr
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