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Frankfurt (1930-1934)
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Universität Frankfurt

Diese im Berliner Kaiser-Wilhelm-Institut durchgeführten Arbeiten haben Karl Friedrich Bonhoeffer berühmt gemacht. Schon mit 31 Jahren, also 1930, erhielt er einen Ruf an die Frankfurter Universität. Hier brachte er die vorher begonnenen Arbeiten, insbesondere die über para-Wasserstoff, zum Abschluss, und veröffentlichte gemeinsam mit Harteck die Monographie Photochemie, die für lange Zeit das Standardwerk über dieses Gebiet war und die 1944 in den USA neu aufgelegt wurde. Dann begann er eine neue Forschungsrichtung, in deren Mittelpunkt das 1931 von Harold Clayton Urey entdeckte schwere Wasserstoffisotop Deuterium stand und die zu mehr als 30 originellen Veröffentlichungen führte.

Die Entdeckung des Deuteriums wurde 1934 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Bonhoeffer erzählte später, dass damals diskutiert worden sei, den Nobelpreis hälftig für die Entdeckung des Deuteriums und des para-Wasserstoffs zu verleihen. Er bedauerte aber nicht, dass er bei der Preisverleihung leer ausgegangen ist , denn ein Nobelpreis ist doch – so meinte er unter Hinweis auf manche Preisträger – eine bedeutende persönliche Belastung.


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© 2012, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen