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Max-Planck-Forschungsgruppe Fischle |
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Chromatin Biochemie
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Die genetische Information ist im Zellkern aller eukaryotischer Zellen in Form von Chromatin gespeichert. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine lineare Aneinanderreihung von sog. Nukleosomen. Diese bestehen aus einem Abschnitt an DNA, der um einen Kern aus Histonproteinen gewickelt ist. Die Struktur und Dynamik des Chromatins wird durch post-translationale Modifizierung der Histone gesteuert – ein zentraler Mechanismus, über den höchstwahrscheinlich die Aktivität des Genoms kontrolliert wird. Eine große Anzahl an Histonmodifikationen ist bereits detailiert beschrieben und es wird angenommen, daß diese einzeln oder im Verbund unterschiedliche biologische Zellstadien definieren. Zudem weisen korrelative Studien auf Zusammenhänge zwischen bestimmten Zuständen des Chromatins, verschiedenen Histonmodifikationen und unterschiedlichen biologischen Abläufen hin. Allerdings ist äußerst wenig über die Art und Weise, wie die Signaltransduktion bestimmter Histonmodifikationen auf molekularer/biochemischer Ebene abläuft, bekannt.
Mit biochemischen, biophysikalischen, und zell- sowie molekularbiologischen experimentellen Ansätzen versuchen wir, Einblicke in die Funktionsweise und biologische Bedeutung verschiedener Histonmodifikationen zu erhalten. Dabei gilt unser besonderes Interesse Proteinen, die bestimmte Histonmodifikationen spezifisch erkennen. Wir wollen herausfinden, wie diese Effektoren die Organisation und Dynamik des Chromatins regulieren. Diese Arbeiten sollen sog. epigenetische Regulationsmechanismen aufklären, die zu vererbbaren Änderungen in der Genfunktion und – expression führen, ohne daß dabei die DNA Sequenz verändert wird.
Forschungsgruppen-Webseite
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