Die Abteilung besteht seit der Beurlaubung ihres Direktors Peter Gruss aus drei selbständigen Arbeitsgruppen. Gemeinsam ist ihnen das Interesse an entwicklungsbiologischen Fragestellungen aus dem Bereich der Wirbeltiere.
Ein Forschungsgebiet der Abteilung umfasst die molekulargenetischen Mechanismen, die die kortikale Regionalisierung und Schichtenbildung während der Entwicklung des Mausgehirns kontrollieren. Durch DNA-Mikroarray-Analyse und in-situ Hybridisierung wurden mehrere Gene identifiziert, die für die Kortikogenese von Bedeutung sein könnten. Die Funktion der ausgewählten Gene wird mit Hilfe von klassischen und konditionalen Gewinn- und Verlustfunktionsexperimenten untersucht. Die Rolle der Transkriptionsfaktoren Pax6 und Emx2 und der von ihnen kontrollierten genetischen Signalkaskaden während der Kortikogenese sind ein weiteres Forschungsthema der Arbeitsgruppe (Stoykova, Chowdhury).
Eine der medizinischen Fakultät der Universität Göttingen und der Abteilung assoziierten Arbeitsgruppe wird durch eine Stiftungsprofessur der Dr. Helmut Storz und Alte Leipziger Stiftung unterstützt. Der Schwerpunkt dieser Arbeitsgruppe besteht in der Klärung der molekularen Mechanismen, die die Differenzierung von dopaminergen Neuronen im Mittelhirn der Maus steuern. Es sollen spezifische Faktoren identifiziert werden, um die gezielte Differenzierung von embryonalen Stammzellen in dopaminergen Neuronen zu erreichen (Mansouri).
Eine der Abteilung assoziierte Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den molekularen Grundlagen der Musterbildung während Gastrulation und Neurulation. Besonderes Interesse gilt der Koordination von Zellzyklus und Embryonalentwicklung durch Proteine wie Geminin oder MAD2L2 (Kessel).
Direktor
Peter Gruss - für die Zeit seiner Präsidentschaft der MPG beurlaubt
Kommissarischer Leiter: Gregor Eichele
Ansprechpartner
Dr. Michael Kessel
Telefon: (+49 551) 201-1560