Vier Azubis und eine Ausbildungsstätte ausgezeichnet

1. August 2013

Was sie drauf haben, hat überzeugt: Sowohl fachlich als auch im Kollegenkreis haben vier Auszubildende des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie Herausragendes geleistet. Dafür erhielten Steffen Bürmann, Julia Eilers, Silvana Grzelachowski und Lea Madelaine Nolte jetzt den Azubipreis 2013. Zum siebten Mal ehrt die Max-Planck-Gesellschaft damit 20 Auszubildende der 80 Max-Planck-Institute. Der Preis ist mit 750 Euro dotiert. Das Auswahlgremium bewertete neben den beruflichen und schulischen Leistungen auch das besondere soziale Engagement der jungen Preisträger. Das Institut konnte sich bisher jedes Jahr über mindestens eine der begehrten Auszeichnungen freuen. Darüber hinaus zeichnete die Max-Planck-Gesellschaft die Tischlerei des Instituts als Ausbildungsstätte für ihr hervorragendes Lehrkonzept aus und unterstützt sie mit 7500 Euro.

Die Preisträger und die Mitarbeiter der Tischlerei freuen sich mit dem Geschäftsführenden Direktor Gregor Eichele über die Auszeichnungen: Lea Madelaine Nolte, Tischlermeister Peter Böttcher, Julia Eilers, Tischler Bodo Schneider, Mareike Müller, Silvana Grzelachowski, Steffen Bürmann und Gregor Eichele (v. links). Auf dem Foto fehlt Tischler Detlef Klindwoth.

Tischlermeister Peter Böttcher freut sich über die häufig öffentlich ausgestellten und gewürdigten Leistungen seiner Auszubildenden. Und er betont eine Besonderheit: „Seit mehr als 20 Jahren bilden wir in diesem Männerberuf zu knapp 75 Prozent Frauen aus, während der Bundesdurchschnitt bei unter zehn Prozent liegt. Acht unserer bisher elf Azubis waren weiblich und sie gehörten immer zu den Besten in der Gesellenprüfung.“ 

Eine dieser Frauen in der Tischlerei ist Preisträgerin Julia Eilers. „Durch ihre hartnäckige Ausdauer und manche durchgearbeitete Mittagspause hat sie gezeigt, dass Leistungswille das Zünglein an der Waage ist. Wenn Not am Mann ist, ist Julia hilfsbereit zur Stelle“, sagt Peter Böttcher. Das hat sich ausgezahlt: Julia Eilers schloss in diesem Jahr die Prüfungen als Jahrgangsbeste der Tischler-Innung Südniedersachsen ab. Auch im Tierhaus schätzen die Ausbilder die Freundlichkeit und das Engagement ihrer Auszubildenden Silvana Grzelachowski. „Sie hat sich schnell zu einer zuverlässigen und aufgeweckten Mitarbeiterin entwickelt, die nebenbei in der Jugend- und Auszubildendenvertretung ein offenes Ohr für alle Probleme ihrer Kolleginnen und Kollegen hatte. An neue Aufgaben hat sie sich immer mit Hingabe herangewagt“, berichtet Ausbilderin Denise Brödner. Eine dieser Herausforderungen war für Silvana Grzelachowski und ihre Tierpflege-Mitauszubildende Mareike Müller das Axolotl-Projekt. Die beiden riefen das Vorhaben, im Tierhaus ein Schauaquarium und später ein zusätzliches Forschungsaquarium mit mexikanischen Schwanzlurchen einzurichten, ins Leben. In dem Projekt beteiligten sich daraufhin alle Instituts-Auszubildenden aus den verschiedenen Berufen. Sie planten und realisierten gemeinsam alles vom Bau des Aquariumsschrankes bis zur Einkaufsabwicklung. Für die Mit-Initiierung des Axolotl-Projektes wurde Mareike Müller vom Institut ein Buchpreis überreicht.

Bürokauffrau-Auszubildende Lea Madelaine Nolte gehört ebenfalls zu den Preisträgern des Azubipreises. Ausbilder Jörg Maletzki ist sehr zufrieden mit der Lernbereitschaft seiner Preisträgerin: „Sie hat nach der Zwischenprüfung noch einmal richtig die Zügel angezogen. Ihre schulischen Leistungen verdienen ein Lob, und natürlich ihre freundliche und offene Art.“ Bereits zu Schulzeiten hatte Lea Madelaine Nolte ein Praktikum am Institut erfolgreich absolviert. Steffen Bürmann vom IT & Elektronik Service ist der vierte Preisträger im Bunde. „Er ist ein sehr besonnener junger Mann, immer hilfsbereit und auch als Jugendvertreter sehr engagiert. Von ihm hört man stets ein freundliches ‚Na klar, das mache ich gern‘“, lobt sein Ausbilder Frank Meyer. Die von Max-Planck-Präsident Peter Gruss unterzeichneten Urkunden wurden den Auszubildenden am 31. Juli durch den Geschäftsführenden Direktor des Instituts, Gregor Eichele, feierlich überreicht. Er gratulierte den Preisträgern herzlich zu ihrem Erfolg: „Es freut mich besonders, dass neben den tollen Leistungen der Azubis auch das große Engagement unserer Ausbilder am Institut gewürdigt wurde.“

Die Ausbildung am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie bildet seit seiner Gründung im Jahr 1971 weit über den eigenen Bedarf aus. Zurzeit werden 22 junge Leute in den Berufen Anlagenmechaniker, Elektroniker (Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik), Elektroniker (Fachrichtung Geräte und Systeme), Fachinformatiker, Feinwerkmechaniker, Kauffrau/-mann für Bürokommunikation, Metallbauer, Tierpfleger (Fachrichtung Forschung und Klinik) und Tischler ausgebildet. Sechs bis acht junge Menschen schließen jedes Jahr ihre Ausbildung erfolgreich ab, oft mit überdurchschnittlichem Erfolg: Neben Auszeichnungen als Jahrgangsbeste, Kammer- oder Innungssieger sind nun insgesamt 15 Auszubildende mit dem Azubipreis der Max-Planck-Gesellschaft geehrt worden. Zweimal ging bisher außerdem der Ausbildungsstättenpreis an das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie. (es)                                                                 

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