Kunst am Fassberg – "Luftlinie" von Miriam Hilker

22. Juli 2011

In seiner Ausstellungsreihe "Kunst am Fassberg" präsentiert das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie vom 30. Juli bis 21. August 2011 eine Sommerausstellung mit Gemälden von Miriam Hilker, einer jungen Göttinger Künstlerin, die kürzlich an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach ihr Diplom abgelegt hat. Zur Eröffnung am Samstag, den 30. Juli um 16 Uhr spielen die Jazzmusiker Peter Frank (Kontrabass) und Josef Hilker (Gitarre). Der Wiener Künstler Norman Hildebrandt gibt eine Einführung in das Werk von Miriam Hilker.

Die in der Ausstellung "Luftlinie" präsentierten Gemälde von Miriam Hilker sind ausgesprochen zart und transparent in der Farbgebung. Ihre Motive beziehen sich auf die Natur und auf Situationen mit besonderer Lichtstimmung. Auf den ersten Blick abstrakt erscheinend, erschließen sich die dargestellten Situationen, die Schönheit der lichten Farbstimmungen und die technische Perfektion erst bei näherem Hinsehen.

„nur einen Augenblick entfernt“
Miriam Hilker, 9 Einzelbilder, Acryl auf Papier

"Mich interessiert die Gratwanderung zwischen einem abbildbaren Motiv und einer subtilen Ahnung desselben", sagt Hilker. "Die visuelle Herausforderung an den Betrachter liegt dabei in sehr hellen Farbbereichen und bei minimalen Kontrasten. Meine zuletzt entstandenen Bilder lassen sich fotografisch kaum wiedergeben, da sie sehr hell sind und aus ganz feinen Farbschichten bestehen, die eine flimmernde Wirkung erzeugen."

Hilkers Bildwerke sind das Ergebnis einer beeindruckenden künstlerischen und handwerklichen Disziplin. Die Gemälde werden in zeitintensiven Prozessen Zeile für Zeile, Schicht für Schicht aufgetragen. Aus dem strengen und harmonischen Bildaufbau aus Linien und Schichten treten dann die Motive hervor, wie zum Beispiel Schneefall oder Lichtreflexionen auf einer Wasseroberfläche, oder es setzen sich Flächen zusammen, die Berge oder Wolken bilden. Es sind Orte und Momente, die für sich stehen, die keine weitere Erklärung von Umgebung und Zeit benötigen und deren Wahrnehmung jedem Menschen – unabhängig von seinen Lebensumständen und seiner Kultur – möglich ist.

Die Vernissage findet am Samstag, den 30. Juli um 16 Uhr im Foyer des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, Am Faßberg 11, Göttingen-Nikolausberg statt. Zur Einführung spricht Norman Hildebrandt. Die Ausstellungseröffnung wird musikalisch umrahmt von Peter Frank (Kontrabass) und Josef Hilker (Gitarre). Die Ausstellung ist bis zum 21. August montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr zu sehen. (un)

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