Preisgekrönte Ausbildung –
Max-Planck-Gesellschaft zeichnet drei Auszubildende und eine Ausbildungsstätte am MPI für biophysikalische Chemie aus

8. August 2011

Es ist fast schon eine Tradition, dass einige der Azubipreise der Max-Planck-Gesellschaft jedes Jahr an das MPI für biophysikalische Chemie gehen. Seit dem Vergabestart im Jahr 2007 konnte das Institut jedes Mal mindestens eine der begehrten Auszeichnungen gewinnen. Dieses Jahr konnten sich Ausbilder und Auszubildende doppelt freuen: Zum einen wurden drei Auszubildende für ihre besonderen Leistungen und ihre hohe soziale Kompetenz ausgezeichnet, zum anderen erhielt die Tierhaltung des Instituts einen der drei Preise für eine herausragende Ausbildungsstätte.

Carina Blank, Tobias Bolz und Jeldrik Radtke haben während ihrer Ausbildung am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie nicht nur sehr gute Leistungen, sondern auch hohes persönliches Engagement gezeigt. "Frau Blank hat uns durch ihre Leistungen und ihre Einsatzbereitschaft überzeugt", lobt ihr Ausbilder Jörg Maletzki. Tobias Bolz wurde bei seiner Gesellenprüfung zum Feinwerkmechaniker im Februar dieses Jahres sogar Jahrgangsbester. Jeldrik Radtke glänzte ebenfalls durch gute Ergebnisse und persönliches Engagement.

Die Preisträger und ihre Gratulanten freuen sich über die Auszeichnung. V.l.n.r.: Thomas Gundlach, Dr. Ulrike Teichmann, Denise Brödner, Tobias Bolz, Geschäftsführender Direktor Prof. Dr. Gregor Eichele, Christian Klaba, Jeldrik Radtke, Bernd Henkner, Carina Blank, Jörg Maletzki, Frank Meyer, Karl-Friedrich Lehmann und Verwaltungsleiter Manfred Messerschmidt.

Stolz können auch die Ausbilder der Tierhaltung am Institut unter der Leitung von Ulrike Teichmann sein. Denise Brödner und Thomas Gundlach verfolgen seit vielen Jahren ein Konzept, bei dem die Auszubildenden von Beginn an in die wissenschaftliche Arbeit eingebunden sind und an Austauschprogrammen mit anderen Einrichtungen teilnehmen. Für ihre Arbeit und ihren Einsatz erhielten sie nun einen der drei Preise für eine herausragende Ausbildungsstätte. "Dass wir diesen Preis bekommen haben, hat mich besonders gefreut", sagt Gregor Eichele, der Geschäftsführende Direktor des Instituts.

Momentan planen die Ausbilder der Tierhaltung am Institut ein Projekt, das Schule machen könnte: Unter Federführung der Tierpflege-Azubis werden die Auszubildenden aller Fachbereiche am Institut gemeinsam ein Terrarium bauen. "Konstruktion und Bau werden die Azubis aus den Werkstätten übernehmen, die Konzeption und die Betreuung der Tiere haben die Tierpflege-Azubis in der Hand", erklärt Ulrike Teichmann. Anschließend soll in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern des Instituts der Schlaf-Wach-Rhythmus von Reptilien in Abhängigkeit von ihrer Körpertemperatur studiert werden. Eichele lobt: "Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie Wissenschaft und Ausbildung miteinander verzahnt sind."

Der Azubipreis der Max-Planck-Gesellschaft

Seit 2007 lobt die Max-Planck-Gesellschaft jedes Jahr den mit 750 Euro dotierten Azubipreis aus. In diesem Jahr wird der Preis an insgesamt 17 Auszubildende in Einrichtungen der Gesellschaft vergeben. Bei ihrer Auswahl berücksichtigt die Jury die berufliche und schulische Leistung während der Ausbildung ebenso wie die persönliche Entwicklung und das soziale Engagement der Auszubildenden. Der Preis für die beste Ausbildungsstätte wird jedes Jahr an drei Max-Planck-Institute vergeben, die mit einem besonders attraktiven Ausbildungskonzept aufwarten. Mit ihm erhalten die Einrichtungen 7.500 Euro für die Weiterentwicklung ihrer Ausbildung.

Ausbildung am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie bildet seit seiner Gründung im Jahr 1971 weit über den eigenen Bedarf aus. Im letzten Jahr wurde die Zahl an Ausbildungsberufen von acht auf neun erweitert: Zu den Berufen Anlagenmechaniker, Elektroniker (Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik), Elektroniker (Fachrichtung Geräte und Systeme), Feinwerkmechaniker, Kauffrau/-mann für Bürokommunikation, Metallbauer, Tierpfleger (Fachrichtung Forschung und Klinik) und Tischler kam die neue Ausbildungsrichtung Fachinformatiker hinzu. Momentan leiten 13 Ausbilder am Institut 30 junge Leute in ihrem Beruf an. Sieben bis neun junge Menschen schließen jedes Jahr ihre Ausbildung erfolgreich ab, oft mit überdurchschnittlichem Erfolg: Bereits fünfzehn Mal wurden Auszubildende des Instituts als Jahrgangsbeste, Kammer- oder Innungssieger für ihre guten Prüfungsergebnisse ausgezeichnet. Zehn Auszubildende wurden seit 2007 mit dem Azubipreis der Max-Planck-Gesellschaft geehrt. (vk)

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