MINFLUX ist unter den Top10-Durchbrüchen des Jahres 2017 von Physics World

13. Dezember 2017

Stefan Hells MINFLUX-Nanoskopie wurde von der Fachzeitschrift Physics World als eine der Top10-Durchbrüche des Jahres 2017 gewählt. Mit der bahnbrechenden Technik lassen sich erstmals Moleküle in lebenden Zellen optisch trennen, die nur Nanometer voneinander entfernt sind. Zudem erreicht MINFLUX eine extrem hohe zeitliche Auflösung.

Im Dezember 2016 haben Stefan Hell und sein Team ein neues Fluoreszenzmikroskop namens MINFLUX vorgestellt (von englisch minimal emission fluxes, minimale Emissionsflüsse). Dieses Mikroskop ist mehr als 100 Mal schärfer als herkömmliche Lichtmikroskope und übertrifft selbst die bis dahin besten lichtmikroskopischen Methoden – das von Hell zuerst entwickelte STED und das von Nobelpreiskollege Eric Betzig erfundene PALM/STORM – um das bis zu 20-Fache. Für MINFLUX nutzte Hell die Stärken von STED und PALM/STORM in einem völlig neuen Konzept. Dieser Durchbruch eröffnet Wissenschaftlern grundlegend neue Möglichkeiten zu erforschen, wie Leben auf molekularer Ebene abläuft.

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Physics World hat die von Stefan Hell (zweiter von links) und seinen Mitarbeitern Klaus Gwosch, Francisco Balzarotti und Yvan Eilers (von links) beschriebene MINFLUX-Technik als eine der Top10-Durchbrüche des Jahres 2017 gelistet.
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