Kunst am Fassberg: "Felder" von Gudrun Bartels

29. März 2005

In seiner Ausstellungsserie "Kunst am Fassberg" präsentiert das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie vom 6. bis 30. Oktober 2005 Arbeiten von Gudrun Bartels. Die Ausstellung im Foyer des Instituts wird am Donnerstag, 6. Oktober, um 17 Uhr mit einer Einführung vom Verleger Tete Böttger eröffnet. Interessenten sind herzlich dazu eingeladen. Der musikalische Rahmen der Vernissage wird von Lothar Kohn, Jazz-Gitarre, Karsten von Lüpke, Klavier und Holger Werner, Saxophon, gestaltet. Danach ist die Ausstellung täglich von 9 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Gudrun Bartels wurde 1952 in Bremen geboren und absolvierte nach einer Buchhändlerlehre ein Studium der Kunst und Pädagogik in Göttingen. 1981 gründete sie den Verlag "Kunstdruck Bartels" und ist, neben verschiedenen Engagements im kulturellen Bereich, seitdem als freischaffende Künstlerin tätig. Öl- und Acrylbilder, Radierungen, Lithographien, Fotoarbeiten und Collagen gehören zu ihren bevorzugten künstlerischen Techniken. Sie lebt und arbeitet in Niedernjesa.

Prof. Dr. Lydia Haustein, Kunsthistorikerin im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, schrieb zur Ausstellung "Streifzüge" (1999):

"Gudrun Bartels Arbeit ist durch eine spezielle Bildsprache bestimmt, die sich im Laufe der Jahre immer weiter weg vom gegenständlichen Subjekt, hin zu präzise gezeichneten, in reinen Tönen, meist dünn aufgetragenen Farben, entwickelt hat. Bei aller Zeichenhaftigkeit kann sie ein intensives Gefühl für Raum und Weite wecken. Die perspektivische lllusion wird zunehmend aufgegeben und die Reinheit der klaren Farben macht die Entscheidung der Künstlerin für das Einfache deutlich. Ihre Bildreihen sind Entsprechungen für erlebte Zustände, aber auch zunehmend Abbilder einer reflektierenden künstlerischen Bewusstheit. Indem die Künstlerin intendiert, die Mannigfaltigkeit natürlicher Formen zu ordnen, vollzieht sie eine Zuordnung der von ihr bestimmten Symbolsprache. Raum, Volumen und Grundriss sind die Bestandteile, die sie einer intensiven Analyse unterzieht. Ihre Technik ist einerseits Mittel zur Gestaltung des Bildes, bringt aber andererseits die beabsichtigte Stimmung zum Ausdruck und zeigt immer auch einen illusionistischen Effekt. Es geht ihr mit ihrer Kunst darum, ein Konzept zu entwerfen, welches die realen "Streifzüge" eines Lebens in unterschiedlichen Formen und Farben in eine (Un-) Ordnung bringt. Hier ziehen sich die Lebenslinien, Lebensabschnitte und Sequenzen als farbliche Stimmungslinien durch ihre Bilder. Dabei wird selten abgegrenzt, sondern ein offener Umgang mit Ein- und Abgrenzungen ist gewollt. Es ist der offene Raum, der Weite und Unbegrenztheit meint, und nicht der umschlossene Raum, den Gudrun Bartels auch als persönliches Lebenssymbol favorisiert."

Zur Vernissage am 6. Oktober 2005 um 17 Uhr im Foyer des MPI für biophysikalische Chemie (Am Faßberg; Buslinie 5) sind Interessenten herzlich eingeladen. Danach ist die Ausstellung bis zum 30. Oktober 2005 täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr.

Weitere Informationen

www.mpibpc.mpg.de/kunst-am-fassberg

www.kunstdruck-bartels.de/bartels

Kontakt

Dr. Ulrich Nauber
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Tel. +49 551 201-1590
E-Mail: unauber@gwdg.de

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