Wider das Vogel- und Insektensterben

Im Projekt BioDiversum – Biotop am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie haben wir eine Reihe von Einzelmaßnahmen gebündelt mit dem Ziel, Vögeln, Insekten und weiteren Tiergruppen einen vielfältigen Lebensraum auf unserem Gelände zu bieten und so die Biodiversität zu erhöhen.

Möchte man die Lebensbedingungen für so unterschiedliche Tiere wie Vögel, Insekten, Fledermäuse und Reptilien in einem Gebiet nachhaltig verbessern, muss man zahlreiche Faktoren berücksichtigen und miteinander in Einklang bringen. Wir wollen das BioDiversum an unserem Institut in Göttingen so gestalten, dass möglichst viele Tiergruppen davon profitieren, und das gesamte Institutsgelände in das Biotop einbeziehen. Der nachfolgende Plan bietet eine Übersicht über die geplanten Maßnahmen.

BioDiversum: Übersicht der Maßnahmen

Brachfläche am nordöstlichen Ende des Institutsgeländes

  • Zentrales Element: circa 1500 qm großer Teich; wichtige Lebensgrundlage für zahlreiche Vögel, Insekten und Amphibien
  • Übrige Fläche in Magerwiese verwandeln; bietet mehr Pflanzen und damit Insekten Lebensraum
  • Ergänzend: Obstbäume und Blühsträucher; Nahrung für Insekten, Nahrung und Nistplätze für Vögel
  • Großer Kompost; Lebensraum für Regenwürmern, Blindschleichen und Ringelnattern
  • Lesesteinhaufen; Lebensraum insbesondere für Eidechsen
  • Ganzjährige große Vogelfutterstelle

Weitere Flächen

  • Blühwiesen anlegen; Lebensraum für zahlreiche Insekten wie Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer, Wildbienen
  • Erdabbruchkanten herstellen und Totholz in Baumbeständen und Hecken belassen; Nistmöglichkeiten für Wildbienen
  • Blühpflanzen ansiedeln, die den bereits am Institut vorkommenden Wildbienen als Nahrungsquelle dienen (viele Wildbienen-Arten sind auf ganz bestimmte Nahrungspflanzen spezialisiert)
  • Breite, mehrreihige Hecken und Gebüsche pflanzen; insbesondere für Vögel wichtige Verstecke und Brutplätze

Weitere Maßnahmen

  • 500 Nistkästen für Vögel
  • Mehrere Fledermauskästen
  • Für den Standort unpassende Bäume durch standortgerechte und ökologisch wertvolle Arten wie Feldahorn ersetzen
  • Am Institutskindergarten: Vogelfutterstellen, Insektenhotels, Beerensträucher, Kräuterbeete

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