Mehr als ein Biotop

Das Projekt BioDiversum ist nicht nur eine Zusammenstellung ökologischer Maßnahmen, um die Biodiversität zu erhöhen. Es hat darüber hinaus auch eine wissenschaftliche und pädagogische Dimension. 

Für uns als Forschungsinstitut ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir das BioDiversum auch wissenschaftlich begleiten wollen: Die Entwicklung der Biodiversität und damit der Erfolg des Projekts soll langfristig messbar sein. Nur so können wir später beurteilen, welche unserer Maßnahmen gut und sinnvoll waren und wo wir etwas ändern müssen.

Doch um zu wissen, ob sich die Artenvielfalt durch die geplanten Maßnahmen erhöht, muss man erst einmal herausfinden, was schon da ist. Und so haben wir renommierte Experten aus der Region engagiert, um den Bestand an Pflanzen und repräsentativen Tiergruppen zu erfassen und wertvolle Vorschläge für die Biotop-Gestaltung zu erhalten. Die Experten waren im Frühjahr und Sommer 2019 auf dem Institutsgelände unterwegs: Gerd Brunken erfasste Schmetterlinge und Heuschrecken, Thomas Fechtler Wildbienen, Michael Corsmann Vögel und Jürgen Rommelmann Fledermäuse. Den Vegetationsbestand nahm das Büro Wette + Küneke auf. Die Ergebnisse der Bestandserfassung haben wir hier zusammengefasst.

Das Biotop soll außerdem eine pädagogische Dimension haben: Es ist geplant, den Institutskindergarten Entdeckerland am Faßberg durch Projekte einzubeziehen und den Kindern so die Themen Natur und Biodiversität näherzubringen. Weiter ist eine Zusammenarbeit mit Göttinger Schulen angedacht, zum Beispiel im Rahmen von Projektwochen oder Facharbeiten.

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