Aktueller Bestand an Pflanzen und Tieren

Welchen Effekt hat das BioDiversum auf die hier lebenden Tier- und Pflanzenarten? Um das zukünftig beurteilen zu können, haben wir im Jahr 2019 die gegenwärtige Flora und Fauna auf unserem Instituts-Gelände von Experten erfassen lassen. Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir hier zusammgenfasst.

Flora

(Erfassung: Büro Wette + Küneke)

  • Hoher Anteil an Intensivgrünland und Scherrasen
  • Gebäudenahe Grünflächen zum Teil schon mit blütenreicher Begrünung
  • Außenanlagen und Straßensaum bisher intensiv bewirtschaftet und mit hohem Aufwertungspotenzial
  • Zum Teil nicht standortgerechte Gehölze (Anmerkung: Fällung nicht standortgerechter Fichten im Herbst 2019, da der Bestand massiv vom Borkenkäfer befallen war)

Wildbienen

Wildbienen-Experte Thomas Fechtler

(Erfassung: Thomas Fechtler)

  • Überraschend große Vielfalt: 68 Arten, davon 18 bedroht, zum Beispiel Juni-Langhornbiene und Rotklee-Sandbiene
  • 10 auf nur eine Pflanzenfamilie oder -gattung spezialisierte Arten, 5 davon spezialisiert auf Fabaceen

Schmetterlinge

Gerd Brunken erfasste Falter und Heuschrecken.

(Erfassung: Gerd Brunken)

  • Mit 21 Arten sehr mäßige Artenvielfalt, dominant: Großes Ochsenauge
  • Vorkommen fast ausschließlich auf der Brachfläche im Nordosten des Geländes
  • Auffälliges Fehlen ansonsten häufiger Arten wie dem Kleinen Fuchs und bestimmte
  • Dickkopffalter
  • Die meisten Arten sind nur mit geringer Individuenzahl vertreten

Heuschrecken

(Erfassung: Gerd Brunken)

  • Sehr wenige, anspruchslose Arten mit sehr großer Individuenzahl
  • Dominant: Weißrandiger Grashüpfer

Vögel

Ornithologe Michael Corsmann

(Erfassung: Michael Corsmann)

  • Relativ umfangreicher Bestand (bedingt durch den umliegenden Wald): 51 Arten, davon 31 Brutvögel auf dem Gelände
  • 6 Arten bilden 50 Prozent der Brutpopulation: Mönchsgrasmücke, Amsel, Zilpzalp, Buchfink, Singdrossel, Rotkehlchen
  • 20 Prozent der Brutvögel sind Höhlenbrüter (und damit auf entsprechende Nischen und Baumhöhlen angewiesen)
  • 14 Arten gefährdet (nach Roter Liste Niedersachsen und/oder Deutschland) oder auf Vorwarnliste, darunter die stark gefährdeten Grauschnäpper und Gartengrasmücke
  • Die stark gefährdeten Arten Grauspecht und Wanderfalke brüten wahrscheinlich im angrenzenden Wald
  • Nur wenige Arten der offenen Landschaft

Fledermäuse

Fledermaus-Experte Jürgen Rommelmann

(Erfassung: Jürgen Rommelmann)

  • 7 Arten
  • Dominant sind Zwergfledermaus (häufigste Art bundesweit) und Mückenfledermaus
  • Kein Nachweis von Quartieren auf dem Gelände

Feldhamster

Mareike Schneider und Hamster-Spürhund Smilla

(Erfassung: Mareike Schneider und ihr Hund Smilla)

  • Kein Nachweis
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