Dorothea-Schlözer-Medaille für Mary Osborn

30. November 2007

Im Rahmen der Veranstaltung "Göttinger Universitätsrede 2007" am 6. Dezember erhält Prof. Mary Osborn vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie die Dorothea-Schlözer-Medaille der Universität Göttingen. Diese würdigt damit Prof. Osborns Verdienste um Forschung und Wissenschaft und ihren besonderen Einsatz für den Gedanken der Gleichstellung von Frauen an Hochschulen.

Prof. Dr. Mary Osborn.

Mary Osborn wurde in Großbritannien geboren. Sie studierte Physik an der University of Cambridge und erwarb ihren Doktortitel in Biophysik an der amerikanischen Pennsylvania State University. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Stationen in den USA und in Großbritannien forscht Prof. Osborn seit 1975 am Göttinger MPI. Im Mittelpunkt ihrer zellbiologischen Arbeiten stehen Proteine und Strukturen des Zellkerns und des Zytoplasma sowie die Nutzung von Antikörpern für die Krebsdiagnose. Für ihre Forschung erhielt sie im Jahr 2002 den L'Oreal/UNESCO-Preis "für Frauen in der Wissenschaft".

Unter Prof. Osborns Federführung hat eine Expertenarbeitsgruppe im European Technology Assessment Network (ETAN) der Europäischen Kommission im Jahr 2000 einen Bericht zur "Förderung herausragender wissenschaftlicher Leistungen durch Gender Mainstreaming" veröffentlicht. Vergleichende Statistiken veranschaulichen erstmals die Situation von Frauen in der Wissenschaft in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Prof. Osborn hat klare Vorschläge zur Verbesserung der Situation in Deutschland und Europa formuliert.

Mit der 1958 gestifteten Dorothea-Schlözer-Medaille ehrt die Georg-August-Universität Frauen, die sich um Wissenschaft verdient gemacht haben und sich für Frauenbildung, vor allem im Hochschulbereich, einsetzen. Die Medaille erinnert an Dorothea Schlözer (1770-1825), Tochter des Göttinger Professors und Publizisten August Ludwig Schlözer, die an der Georgia Augusta Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften studierte. In Göttingen wurde sie 1787 als erste Frau in Deutschland zum Doktor der Philosophie promoviert. (nach einer Pressemeldung der Universität Göttingen)

Kontakt

Pressestelle der Universität Göttingen
Tel.: +49 551 39-4342
E-Mail: pressestelle@uni-goettingen.de

Prof. Mary Osborn
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Arbeitsgruppe Zellbiologie
Tel.: +49 551 201-1477
E-Mail: mosborn@gwdg.de

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