Die Zukunft in einem Zug

Von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung – die "Expedition Zukunft" lädt zu einem spannenden Rundgang durch die deutsche Forschungslandschaft ein.
Gemeinsame Presseerklärung der Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie, Dynamik und Selbstorganisation, Experimentelle Medizin und Sonnensystemforschung

5. Juni 2009

Die Max-Planck-Gesellschaft hat erstmals in Deutschland eine Wissenschaftsausstellung in einem Zug organisiert. Die "Expedition Zukunft" macht von Donnerstag, 11. Juni, bis Samstag, 13. Juni, in Göttingen Station. In zwölf umgebauten Eisenbahnwagen können Besucher in verschiedene Themenwelten eintauchen: von der Kosmologie und Teilchenphysik, der Nanotechnologie und Hirnforschung bis zur angewandten und industriellen Forschung in Produktion, Landwirtschaft, Energie, Umwelt oder Mobilität. Die Wissenschaftsausstellung auf Rädern bietet ein umfassendes Bild der deutschen Forschungslandschaft. Natürlich sind auch die Max-Planck-Institute aus Göttingen und Umgebung vertreten. Vom Schnappschuss eines Asteroiden über ein Autismusprojekt und ein mathematisches Modell zur Vorhersage der Ausbreitung von Pandemien bis hin zum atomaren Modell eines mit Botenstoffen gefüllten molekularen "Transportbehälters" – der Wissenschaftszug bietet auch Göttinger Forschung zum Anschauen und Anfassen. Am Freitag, 12. Juni, um 15:00 Uhr eröffnen der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, Max-Planck-Vizepräsident Prof. Herbert Jäckle sowie Oberbürgermeister Wolfgang Meyer die Ausstellung.

Als Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2009 ist der Ausstellungszug "Expedition Zukunft" seit dem Frühjahr unterwegs. In insgesamt 63 Städten in ganz Deutschland können sich Besucher ein Bild davon machen, wie Wissenschaft und Forschung unser Leben in den kommenden zehn bis 20 Jahren verändern werden. Die "Expedition Zukunft" will die Besucher einladen, darüber mitzureden, wie wir in Zukunft mit bekannten oder neuen, aber kontroversen Technologien umgehen oder auf welche Weise wir auf die globale Erwärmung und Energieverknappung reagieren wollen.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Gesundheitsforschung. So ist das Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin durch einen Beitrag zur Autismusforschung vertreten. Das Exponat zeigt, wie die genetischen Ursachen von Autismus im Tiermodell untersucht werden können, um so neue Diagnose- und Therapieverfahren zu entwickeln. Das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation präsentiert ein mathematisches Modell, das geeignet ist, die Ausbreitung von Pandemien vorherzusagen. Die Forscher untersuchen, wie sich Dollarscheine ausbreiten, und erlangen so Informationen zur Statistik des menschlichen Reiseverhaltens. Diese Informationen finden in dem Modell Verwendung.

Daneben kommen aber auch klassischen Fragen nicht zu kurz, die sich die Menschheit seit Anbeginn stellt: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Um etwa diese Frage zu beantworten, startet die Expedition mit dem Stammbaum des Menschen und geht danach bis an den Anfang des Universums und ins Innerste der Materie, den Forschungsgebieten von verschiedenen Max-Planck-Instituten. Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau etwa erforscht Asteroiden und Kometen, die sich seit den ersten Tagen unseres Sonnensystems kaum verändert haben. Bilder dieser Himmelskörper erlauben somit eine Art Zeitreise zu den Ursprüngen unserer Welt.

In kleinste Bereiche dringen die Nano- und Biowissenschaften vor, die durch die radikalen Fortschritte im Verständnis physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse auf der atomaren und molekularen Ebene immer mehr zusammenwachsen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie präsentieren auf der Ausstellung das erste atomare Modell eines winzigen Zell-Organells: ein winziges, mit Botenstoffen gefülltes synaptisches Vesikel. Die Ausstellung spannt so den Bogen von grundlegenden Entwicklungen in vielen Max-Planck-Instituten und anderen Forschungseinrichtungen bis hin zu möglichen Antworten, die diese für die drängenden Fragen unserer Zeit liefern können.

Eine Presseführung durch die "Expedition Zukunft" findet am Donnerstag, 11. Juni, 11:00 bis 12:00 Uhr statt. Am Freitag, 12. Juni, besuchen Lutz Stratmann, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Herbert Jäckle, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, sowie Oberbürgermeister Wolfgang Meyer die Ausstellung. Gegen 15:00 Uhr werden sie in die Wissenschaftswelt von morgen eintauchen. Alle Interessierten können den Wissenschaftszug bereits ab Donnerstag, 11. Juni, entdecken. Die letzte Chance, auf die "Expedition Zukunft" aufzubrechen, haben die Göttinger am Samstag, 13. Juni.

"Expedition Zukunft" am Hauptbahnhof Göttingen, Gleis 11

Einlasszeiten:

Donnerstag, 11.Juni: 10:00 - 18:00 Uhr
Freitag, 12. Juni: 09:00 - 17:00 Uhr
Samstag, 13.Juni: 10:00 -18:00 Uhr

Die Ausstellung schließt etwa eine Stunde nach dem letzten Einlass. Bitte beachten Sie: Wartezeiten sind jederzeit möglich.
Evtl. kurzfristig abweichende Öffnungszeiten unter: http://www.expedition-zukunft.org

Weitere Informationen und druckfähige Bilder rund um den Zug:
http://expedition-zukunft.org
http://www.forschungsexpedition.de

Kontakt

Svea Viola Dettmer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin
Tel.: +49 551 3899 -231
E-Mail: dettmer@em.mpg.de

Dr. Birgit Krummheuer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
mobil: +49 173 3958625
E-Mail: birgit.krummheuer@ds.mpg.de

Dr. Carmen Rotte, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Tel.: +49 551 201-1304
E-Mail: crotte@gwdg.de

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