Freiraum für neues Denken

Freiraum für neues Denken an den Göttinger Max-Planck-Instituten

1. Oktober 2010

Innovative Projekte und interdisziplinäre Zusammenarbeit – das zeichnet Forschen in der Max-Planck-Gesellschaft aus. Die Wissenschaftsorganisation bietet ihren Spitzenforschern den Freiraum, weiter zu denken und grundlegend neue Ideen zu verfolgen. Auch die Wissenschaftler der fünf Max-Planck-Institute des Göttingen Research Campus betreten Tag für Tag Neuland – im Labor, am Rechner und im Feldversuch. Freie Forschung, erstklassige Ausstattung und exzellente Arbeitsbedingungen ebenso wie das hohe internationale Renommee machen diese Institute zu Anziehungspunkten für Studierende und Wissenschaftler aus aller Welt.

An den Max-Planck-Instituten wird in erster Linie Grundlagenforschung betrieben; Triebkraft ist die wissenschaftliche Neugier. Auf diese Weise entsteht ein kreatives und freies Umfeld, in dem neue Ideen und innovative Konzepte reifen können – wie etwa hochauflösende Mikroskopie jenseits der Beugungsgrenze, ein verlässliches Modell, um die weltweite Ausbreitung von Seuchen vorherzusagen, ein Sonnenobservatorium an einem riesigen Helium-Ballon oder zu den Grundlagen der Hirnfunktion über transgene Tiermodelle bis zu klinischen Studien in der Neurologie und Psychiatrie. Die errungenen neuen Erkenntnisse aus der Wissenschaft führen dabei zu manch zukunftsweisender Anwendung. Durch die enge Vernetzung zwischen den außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Universität am Göttingen Research Campus finden junge ebenso wie etablierte Spitzenforscher optimale Bedingungen, um ganz neue Wege zu beschreiten.

Am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie steht die Frage im Zentrum: "Wie funktioniert Leben?". Wissenschaftler sind dort den zellulären und molekularen Vorgängen auf der Spur, die komplexe Lebensprozesse steuern. Im Grenzgebiet von Biologie, Chemie und Physik entwickeln die Wissenschaftler immer ausgeklügeltere Verfahren, um Einblicke in die Welt der Moleküle zu erlangen. Mit höchstauflösenden Mikroskopen, Kernspinresonanz-Spektrometern, Elektronenmikroskopen und Höchstleistungscomputern untersuchen sie Zellen, Organellen und Proteine – die zellulären Nanomaschinen. Dabei gilt es, den Tricks auf die Schliche zu kommen, mit denen Zellen und Biomoleküle ihre vielfältigen Funktionen erfüllen, sei es Signale zu verarbeiten, molekulare Fracht zu transportieren oder Baupläne für die Produktion der Proteine zu erstellen. Darüber hinaus wird erforscht, wie Gene Entwicklung und Verhalten steuern, beispielsweise wie sich aus einer einzigen Eizelle ein komplexer Organismus entwickelt oder wie unsere innere Uhr "tickt".

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