Corona-Forschung am Institut

Corona-Forschung am Institut

20. April 2020

Die Gruppen um Patrick Cramer, Dirk Görlich, Marina Rodnina, Holger Stark und Henning Urlaub haben Corona-Forschungsprojekte gestartet, die dazu beitragen sollen, die Pandemie zu bewältigen – und bereits erste Erfolge erzielt. So hat Patrick Cramer mit seinem Team die Struktur der "Kopiermaschine" des neuartigen Coronavirus entschlüsselt, die das RNA-Erbgut des Erregers vervielfältigt. Fällt diese Maschine aus, kann sich der Virus nicht weiter vermehren. Damit lässt sich nun erforschen, wie antivirale Substanzen wirken, die diese Kopiermaschine blockieren. Auch konnte sein Team aufklären, warum Remdesivir zur Behandlung von Covid-19-Infektionen eher schwach wirkt.


Die Labore von Patrick Cramer, Dirk Görlich und Henning Urlaub am MPI-BPC arbeiten zudem mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), der Universität Göttingen sowie weiterer Einrichtungen im CoV2DiaNetGÖ-Netzwerks des Göttingen Campus daran, diagnostische Verfahren für Covid-19-Infektionen zu entwickeln und auszubauen. Geleitet wird das zentrale Corona-Testlabor vom Institut für Medizinische Mikrobiologie der UMG von Uwe Groß und Michael Weig. Die dortigen Test-Kapazitäten werden so erheblich erweitert, sodass möglichst viele Patientinnen und Patienten getestet werden können. Jede mitwirkende Arbeitsgruppe steuert dabei Laborbedarf, Geräte und vor allem individuelle Expertise bei, um schnellstmöglich Erfolge zu erzielen und der Gesellschaft in dieser schwierigen Zeit zu helfen.

Pressemitteilungen zum Thema

Das Covid-19-Medikament Remdesivir soll die rasante Vermehrung des SARS-CoV-2-Erregers in menschlichen Zellen unterdrücken, indem es die virale Kopiermaschine, die RNA-Polymerase, stoppt. Forschende vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und der Universität Würzburg haben nun aufgeklärt, warum Remdesivir die virale Polymerase während des Kopierens stört, sie aber nicht vollständig hemmt. mehr

Virale Vinaigrette

16. Dezember 2020

Das Coronavirus SARS-CoV-2 bildet winzige Tröpfchen, um sich in infizierten Zellen möglichst effektiv zu reproduzieren. Dieses Phänomen haben Forschende am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und dem MPI für biophysikalische Chemie entdeckt. Es bietet möglicherweise Ansatzpunkte für die Entwicklung von Medikamenten. mehr

Wenn sich ein Mensch mit dem Coronavirus infiziert, vermehrt sich der Erreger in dessen Zellen rasend schnell. Dazu muss das Virus sein RNA-Erbgut vervielfältigen. Diese Aufgabe übernimmt die virale „Kopiermaschine“ Polymerase. Forscher um Patrick Cramer haben nun sichtbar gemacht, wie das Corona-Virus seine RNA verdoppelt und welche 3D-Struktur die Polymerase während des Kopierens einnimmt. Damit lässt sich erforschen, wie antivirale Substanzen wie der Hoffnungsträger Remdesivir wirken, die diese Kopiermaschine hemmen. mehr


Hintergrundinformationen

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Das Buch von Stefan H. E. Kaufmann, Emeritus-Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, gibt es kostenlos als PDF zum Herunterladen: mehr
Diagnostisches Netzwerk am Göttingen Campus schafft erhebliche Covid-19-Testkapazitäten
3. April 2020 In der Corona-Krise schließen sich die Partner des Göttingen Campus in einem diagnostischen Netzwerk für umfangreiche Testungen zusammen. Die Initiative aus der Forschung wird vom Institut für Mikrobiologie der UMG koordiniert. mehr
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