Pressemitteilungen

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Wie für menschliche Siedlungen ist auch für lebende Zellen eine funktionierende Müllentsorgung wichtig, damit sich kein Unrat ansammelt. In Zellen spielt dabei das kleine Molekül Ubiquitin eine zentrale Rolle: Es wird an fehlerhafte Proteine geheftet, die damit als „Müll“ markiert und für die Entsorgung freigegeben sind. Doch Ubiquitin kann noch viel mehr, haben Göttinger Wissenschaftler jetzt entdeckt: Es fungiert auch als Türöffner, indem es defekte Proteine auf ihrem Weg zum zellulären Müllschlucker einen Membran-Kanal passieren lässt. 
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Jedes Jahr bewerben sich Spitzenforscher beim Europäischen Forschungsrat (ERC) um die hochdotierten ERC Advanced Grants. Patrick Cramer war dabei jetzt bereits zum dritten Mal erfolgreich – eine Ausnahmeleistung. Er erforscht, wie Zellen die im Erbgut gespeicherte Information nutzen. Seine Arbeit zur Regulation dieses fundamentalen Prozesses wird nun mit rund zwei Millionen Euro gefördert. mehr

Keine andere Infektionskrankheit tötet mehr Menschen als die Tuberkulose. Sie wird durch Mykobakterien ausgelöst. Um die Erreger zu bekämpfen, ist die Fettsäure-Fabrik des Bakteriums ein wichtiger Ansatzpunkt. Göttinger Forscher haben jetzt erstmals ein Protein entdeckt, das die Arbeit der FAS reguliert. Dies eröffnet in der Medizin neue Möglichkeiten, Wirkstoffe insbesondere gegen Tuberkulose zu entwickeln. Für die Biotechnologie bietet es Chancen für maßgeschneiderte Fettsäure-Synthasen. mehr

Ein neues Kernspinresonanz-Verfahren kann bestimmte Bereiche von Molekülen sichtbar machen und störende Hintergrundsignale während der Messung unterdrücken. Die von Stefan Glöggler und seinem Team entwickelte Methode soll zukünftig auch für die medizinische Diagnostik mittels Magnetspinresonanz-Tomografie (MRT) nutzbar sein. mehr

Die International Max Planck Research School for Physics of Biological and Complex Systems in Göttingen geht in die Verlängerung: Für weitere sechs Jahre ermöglicht sie eine strukturierte Doktorandenausbildung mit Schwerpunkt in der Physik und Chemie. Seit 2008 haben innerhalb dieses Programms 200 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler promoviert. mehr

Die Zahl ist gigantisch: Jährlich werden  in der medizinischen Diagnostik weltweit 100 Millionen Untersuchungen mit der Magnetresonanztomografie durchgeführt – und jeder einzelne Tomograf nutzt die Technik, die Jens Frahm am MPI für biophysikalische Chemie entwickelt hat. Für seine Leistungen erhält der Physiker nun den Werner-von-Siemens-Ring, einen der wichtigsten deutschen Technikpreise. mehr

Vor drei Jahren stellten der Göttinger Nobelpreisträger Stefan Hell und sein Team die MINFLUX-Nanoskopie vor. Mit ihr war es erstmals möglich, fluoreszierende Moleküle mit Licht getrennt sichtbar zu machen, die nur ein paar Nanometer voneinander entfernt sind – schärfer geht es nicht. Jetzt haben die Max-Planck-Forscher eine neue Entwicklungsstufe dieser Technik präsentiert: MINFLUX erreicht diese Auflösung nun auch in Zellen, und das mehrfarbig und in 3D. Damit lässt sich die MINFLUX-Nanoskopie auf vielfältige biologische Fragestellungen anwenden. mehr

Wie vermehren sich Viren?

12. Dezember 2019

Erstmals in 3D und atomarer Auflösung: Forschern am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie ist es in Kooperation mit Würzburger Kollegen gelungen, die Vermehrungsstrategie von Vaccinia-Viren darzustellen. Diese dienen auch als Impfstoff gegen menschliche Pockenerkrankungen und als Basis neuer Krebstherapien. mehr

Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen und des MPI für biophysikalische Chemie haben die Feinstruktur verklumpter Alpha-Synuklein-Proteine erstmals anhand von Gewebeproben aus Patienten analysiert. Bisher hatte man vor allem künstlich aggregierte Proteine untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Protein-Strukturen der klinischen Proben von den künstlichen unterscheiden und bei Parkinsonpatienten überraschend vielfältig sind. Dies zeigt, wie wichtig ergänzende Studien mit Gewebeproben sind.
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Ab Mitte 30 tickt für Frauen die biologische Uhr: Die Fruchtbarkeit nimmt ab und gleichzeitig steigt das Risiko für Fehlgeburten.  Eizellen mit veränderter Chromosomenzahl sind dabei eine der Hauptursachen. Warum bei älteren Frauen häufiger Eizellen mit zu vielen oder zu wenigen Chromosomen heranreifen, ist jedoch bisher unvollständig erforscht. Forscher haben jetzt entdeckt, dass bestimmte Strukturen an den Chromosomen der Eizelle altern und regelrecht zerfallen. Dies könnte zur fehlerhaften Chromosomenverteilung beitragen. mehr

Ein Forschungsteam um Dirk Görlich vom MPI für biophysikalische Chemie wurde vom Europäischen Forschungsrat mit einem der wettbewerbsfähigsten Synergy Grants ausgezeichnet. Mit 11 Millionen Euro können die Wissenschaftler in den nächsten sechs Jahren die molekularen Details von Muskelaufbau und -funktion aufklären. mehr

In der Ausstellungsserie Kunst am Fassberg präsentiert das Institut Malerei von Christine Reinckens. Die Ausstellung Rhythmen und Reihen wird am Samstag, 26. Oktober 2019 um 16 Uhr im Foyer des Instituts eröffnet und ist bis zum 19. November zu sehen. mehr

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