Forschung_2.jpg

Unsere Forschung

Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie (Karl Friedrich Bonhoeffer-Institut) mit seinen rund 850 Mitarbeiterinen und Mitarbeitern ist eines der größten Institute der Max-Planck-Gesellschaft und verfolgt in seiner Forschung einen stark multi- und interdisziplinären Ansatz. Unsere 12 wissenschaftlichen Abteilungen und 24 unabhängigen Forschungsgruppen ergänzen sich hinsichtlich ihrer Methodik und Ausrichtung und kooperieren intensiv miteinander, mit der Universität Göttingen und weiteren Forschungseinrichtungen am Göttingen Campus, sowie mit Kolleginnen und Kollegen im In- und Ausland. 

Wie interagieren Moleküle miteinander in der belebten wie unbelebten Natur?

Wie erfüllen Zellen, Organellen und Biomoleküle ihre vielfältigen Aufgaben? Am Institut erforschen die grundlegenden Mechanismen, die Lebensprozesse regeln und steuern: Wie wird die genetische Information in Proteine übersetzt? Wie kommunizieren Nervenzellen miteinander? Wie wird die zelluläre Logistik gesteuert?  Oder wie werden Zellen durch Proteinaggregate geschädigt? 

Auch auf Organismen-Ebene gehen unsere Forscherinnen und Forscher zahlreichen Fragen nach: Wie entwickeln sich Lebewesen aus einer einzigen Eizelle? Wie wird ihr Schlaf-Wach-Rhythmus gesteuert und was geschieht während des Schlafs? Wie entstehen organspezifische Stammzellen und wie können genetische Fehlregulationen zu Dickleibigkeit und Stoffwechselkrankheiten führen? Auf Seiten der unbelebten Natur erforchen wir darüber hinaus wie Energieumwandlungen auf molekularer Ebene gesteuert werden. 

Nobelpreise für Forscherinnen und Forscher am Institut

Gleichzeitig ist ein Fokus unserem Institut, neue Mess- und Analysemethoden zu entwickeln, die einen geschärften Blick auf Lebensprozesse der Zelle ermöglichen. Erfolgreiche Beispiele hierfür sind die Patch-Clamp-Methode zur Messung von Ionenströmen an Zellmembranen (Nobelpreis an Physiker Erwin Neher und Mediziner Bert Sakmann in 1991), die Fernfeldmikroskopie auf der Nanometerskala (Nobelpreis an Physiker Stefan W. Hell 2014), die Kernspintomografie und die Kernspinresonanzspektroskopie, die optische Spektroskopie sowie höchstauflösende Computersimulationen. 

Zur Redakteursansicht