Das BioDiversum – Biotop am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

17. März 2020

65 Prozent weniger Vögel seit 1965, 80 Prozent weniger Insekten seit 1980 – diese Entwicklung in Deutschland ist dramatisch und muss gestoppt werden. Unser Institut will mit dem BioDiversum aktiv dazu beitragen.

Es ist eine ökologische Katastrophe, deren Bedeutung in den letzten Jahren auch in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gelangt ist: Der massive Rückgang von Vögeln und Insekten – sowohl an Arten als auch an Individuen – bedroht die Natur, wie wir sie kennen, und damit ganz konkret unsere Lebensgrundlage. Das Phänomen ist nicht auf Deutschland beschränkt, sondern Teil eines weltweiten, rapiden Verlusts an Tier- und Pflanzenarten. Rund eine Million Spezies sind vom Aussterben bedroht. Das liegt vor allem an der immer intensiveren Landwirtschaft sowie Flächenverlust durch Überbauung, Besiedlung und Verkehr, der Pflanzen und Tiere gleichermaßen trifft.

Inzwischen stellen sich zahlreiche Organisationen und Initiativen dieser besorgniserregenden Entwicklung entgegen. Auch unser Institut wird aktiv: Wir erschaffen auf unserem Gelände am Göttinger Faßberg ein vielfältiges Biotop – einen auf die Bedürfnisse von Tieren und Pflanzen zugeschnittener Lebensraum: das BioDiversum – Biotop am MPI für biophysikalische Chemie. Das Projekt umfasst eine ganze Reihe an Maßnahmen, vom Anbringen mehrerer Hundert Nistkästen über die Saat von Blühwiesen bis hin zur kompletten Neustrukturierung einer großen Brachfläche am nördlichen Ende des Grundstücks. Herzstück wird ein etwa 1500 Quadratmeter großer Teich sein. Ziel ist es, die Lebensbedingungen für Insekten und Vögel, aber auch für viele andere Tiere und Pflanzen deutlich zu verbessern.

Eine Übersicht aller Maßnahmen finden Sie hier.

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